Die Schreibwerkstatt
Neue Texte
Liebe Leserin, lieber Leser,
es ist so weit.
Unsere aktuelle Lieferung von Texten der Schreibwerkstatt ist da.
Was ist die Schreibwerkstatt? Wir sind eine Gruppe von dreizehn Schülerinnen und Schülern der
Nachdem wir bisher den Roman Schlange, Affe, Floh & Co
und die Detektivrätsel veröffentlicht haben,
legen wir nun unsere neuesten Arbeitsergebnisse vor, die
In den letzten Monaten haben wir nämlich Gedichte, Satiren, Teddytexte, Horrorstorys,
Verwandlungsgeschichten (frei nach Franz Kafka) und allerlei mehr verfasst.
Einige dieser Texte möchten wir heute vorstellen. Die Reihenfolge der Texte folgt dem Alphabet.
Um was für eine Gattung bzw. was für ein Genre sich handelt, möge der geneigte Leser selbst herausfinden.
Viel Spaß beim Lesen wünscht die
Schreibwerkstatt der EHS
Detektivgeschichten
Herzlichen Glückwunsch, endlich hast Du unsere Internet-Detektivgeschichten gefunden!
Und jetzt kannst Du anfangen zu knobeln.
Wir haben extra für Dich elf Detektivgeschichten geschrieben,
die allesamt eine Besonderheit haben:
Die Täter und ⁄ oder die Indizien dafür, dass sie es sind, werden von uns nicht benannt.
Vor Dir steht also eine Denksportaufgabe. Du bist der Detektiv, der die Rätsel lösen muss:
Wer wars und warum??????????????????
Na, bist Du schlau genug?????
Schickt Eure Lösungen an unsere Mail-Adresse:
schreibwerkstatt-ehs@web.de
Und nun viel Spaß beim Denken! Setzt Eure kleinen grauen Zellen in Schwung und fangt an zu kombinieren!!
Und lasst Euch nicht entmutigen, wenn Ihr nicht alles herausbekommt.
Unsere Geschichten sind teilweise leicht zu knacken, teilweise aber ziemlich vertrackt!
Übrigens: Die Reihenfolge sagt überhaupt nichts über den jeweiligen Schwierigkeitsgrad,
wir haben die Geschichten bunt gemischt.
Eure
SCHREIBWERKSTATT
Die Detektivgeschichten
Herunterladbar als zip oder einzeln
Schlange, Affe, Floh & Co.
Vier Wochen voller tierischer Abenteuer
EIN PROJEKT DER
SCHREIBWERKSTATT
der
Elly-Heuss-Schule
aus dem Jahre 2009
Wie alles anfing
Leider waren die schönen, sonnigen Sommerferien vorbei.
Aber dafür hatten wir es geschafft: Wir waren in der achten Klasse!
Nach der ersten Woche Schule waren wir dann aber doch ganz schön fertig:
neue Stundenpläne, neue Lehrer, neue Bücher, neue Sitzordnung, neue Fächer.
Als dann der September anfing, tauchte plötzlich unser Schulleiter auf und brachte ein
dunkelhaariges Mädchen mit, das uns neugierig musterte. Auch wir guckten neugierig.
Er sagte: „Das ist Roberta, die Seiltänzerin aus dem Zirkus Robertini,
der gerade auf den Rheinwiesen zwischen Biebrich und Schierstein sein Zelt aufgeschlagen hat.
“ Verstohlen musterten wir die Neue. „Sie ist Italienerin“, fügte der Direktor hinzu,
„und sie wird so lange bei euch in der 8.Klasse bleiben, wie der Zirkus in Wiesbaden gastiert.“
Wir waren begeistert. In der Pause löcherten wir Roberta nach allem, was wir wissen wollten.
Sie war tatsächlich die Tochter des Zirkusdirektors,
genauso alt wie wir und konnte schon perfekt auf dem Seil tanzen.
Und in den folgenden Tagen hörten wir viele Geschichten vom Clown Felix,
der ohne Schminke immer traurig war, vom Dompteur Hugo,
der abends nach der Vorstellung immer mit seinem Bären Bier trank (angeblich zur Entspannung),
und von Tommy, dem 16-jährigen afrikanischen Schildkrötendompteur,
in den Roberta heimlich verschossen war.
Doch dann passierte es.
Eines Tages fehlte Roberta plötzlich. War sie krank geworden?
Während wir noch rätselten,
packte unsere Deutschlehrerin wie behandelten gerade das Thema ZEITUNG einen Packen des
"Kuriers" vom Morgen aus und verwies uns mit traurigem Blick auf die Seite 3,
den Wiesbaden-Teil. Dort stand unter der fetten Schlagzeile ZIRKUS IN NOT:
„Infolge der schweren Regenfälle in Südwestdeutschland ist der Rhein
jetzt fast überall über die Ufer getreten.
So auch auf den Biebricher Rheinwiesen. Dort wurde gestern Nacht, zwei Stunden nach Ende der Abendvorstellung,
das Zirkuszelt des gerade in Wiesbaden gastierenden Zirkus ROBERTINI von einer Flutwelle stark beschädigt.
Menschen und Tiere kamen zwar nicht zu Schaden,
doch das Zirkuszelt sowie die meisten Käfigwagen wurden so stark in Mitleidenschaft gezogen,
dass sie bis auf Weiteres unbrauchbar geworden sind.
Bis in die frühen Morgenstunden dauerten die Bergungsarbeiten.
Zu Schaden kam außerdem ein nächtlicher Angler,
der mit einem Nervenschock ins Krankenhaus eingeliefert werden musste,
weil er plötzlich ein Nilpferd an der Angel gehabt hatte.“
In der nächsten Stunde waren wir in der Schreibwerkstatt.
Eigentlich wollten wir an den Gruselgeschichten weiterarbeiten, die wir gerade schrieben.
Aber es herrschte ein totales Durcheinander, keiner konnte sich konzentrieren, und als der Lehrer fragte,
wo denn Roberta sei, platzten wir mit der ganzen Geschichte heraus.
Unser Lehrer las den Zeitungsbericht und setzte sich vor Schreck auf den nassen Schwamm.
Dann sagte Lea, dass sie Roberta und dem Zirkus am liebsten irgendwie helfen möchte.
„Genau“, riefen Taline und Paulina. „Na klar helfen wir“, sagten Sasa und Laura.
„Ja, das machen wir“, ergänzte Rebekka. Und Nico und Tufan riefen gleichzeitig:
„Sowieso!“ „Wer, wenn nicht wir“, meinte Samia, und Gabriele fügte leise,
aber sehr bestimmt hinzu: „Und zwar sofort“. Marvin nickte sehr entschieden.
„Das ist doch klar wie Kloßbrühe“, sagten Franziska und Marina schließlich.
„Von euch“, murmelte der Lehrer höchst zufrieden,
„habe ich auch nichts anderes erwartet.“
Und dann war der Teufel los und alle redeten durcheinander:
„Wir gründen ein Zirkushilfswerk.“
„Nein, wir sammeln Geld in der Fußgängerzone.“
„Wir lassen den Zirkus in der Aula auftreten.“
„Wir wenden uns an die Stadtverwaltung.“ „Nein, an die Bundesregierung.“
„Oder an die UNO!“.... Mitten im Getümmel öffnete sich die Tür
und Roberta betrat den Raum. Sie sah ziemlich übernächtigt aus und schaute sehr sorgenvoll.
Dann erzählte sie uns, das Geld sei nicht das Problem,
denn der Zirkus ROBERTINI sei gut versichert gewesen. Das Problem seien die Tiere.
Man müsse sie vier Wochen irgendwo unterbringen und für sie sorgen,
bis das neue Zelt und die neuen Käfigwagen geliefert würden.
Und wenn man sie nirgendwo unterbringen könnte,
müssten sie eingeschläfert werden wegen irgendeiner komischen Verordnung zur Vermeidung von
Gefährdungslagen durch frei herumlaufende wilde Tiere oder so ähnlich. Helle Empörung machte sich breit.
„Das kann man doch nicht machen“, rief der Lehrer,
und ganz plötzlich hatte irgendwer die zündende Idee und brüllte: „Wir können
doch für die Tiere sorgen. Jeder von uns nimmt ein Zirkustier mit nach Hause und kümmert sich die vier Wochen
darum, dass es ihm gut geht.“ Allgemeine Begeisterung war die Antwort.
Schwuppdiwupp waren die Tiere verteilt. Und Roberta schaute plötzlich nicht mehr sorgenvoll aus, sondern ganz selig.
Und da wir ja die Schreibwerkstatt sind, beschlossen wir noch,
unsere Erlebnisse in diesen vier Wochen hinterher aufzuschreiben.
Das Ergebnis, liebe Leserin und lieber Leser, kannst Du
hier und jetzt herunterladen. Viel Spaß beim Lesen!
Eure
SCHREIBWERKSTATT