Bericht aus dem Schulleben

Gedenkfeier zum Volkstrauertag

Gedenkfeier zum Volkstrauertag

An der Gedenkfeier anlässlich des Volkstrauertages waren neben dem Blechbläserensemble der Elly-Heuss-Schule wieder weitere junge Schülerinnen und Schüler aus der Oberstufe beteiligt, die durch ihre Redebeiträge diesen feierlichen Anlass am Südfriedhof bereicherten.

Der Volkstrauertag ist ein Gedenktag, der sich als Tag der Mahnung zur Versöhnung, zur Verständigung und zum Frieden versteht. In diesem Sinn waren auch die Textbeiträge der vortragenden Redner zu begreifen. Stadtverordnetenvorsteherin Christa Gabriel betonte, dass der Frieden alternativlos, dabei jedoch keinesfalls als Selbstverständlichkeit anzusehen sei, und sie wies auf die Bedeutung der Europäischen Union als Friedensprojekt aller Europäer hin. Das Totengedenken wurde von Rose-Lore Scholz, Kreisvorsitzende des Volksbund Deutscher Kriegsgräberfürsorge, gesprochen.

Das Blechbläserensemble der Elly-Heuss-Schule gestaltete neben dem Hessischen Polizeiorchester die Feierlichkeiten musikalisch mit und schuf so einen würdevollen Rahmen. Vertreter der Stadt, der Bundeswehr und der US-Army legten Kränze nieder.

Besonders beeindruckend gerieten die Redebeiträge der Elly-Heuss-Oberstufenschülerinnen und ‑schüler. Lilli Steffens und Katharina Schönfelder sprachen über den Wert von Gemeinschaft, formulierten die Erkenntnis, dass wir, die Gemeinschaft, zusammen „weiterhin für eine vereinte Welt einstehen“ können, einer Welt „ohne Vorurteile, Krieg und am wichtigsten ohne Ausgrenzung“, und sie zitierten Friedrich Schiller: „Verbunden werden auch die Schwachen mächtig.“

Mihrije Avdyli, Robert Schenk und Hilal Ural schufen ein zutiefst berührendes Gedicht „Über das Wesen des Menschen“, in welchem sie über Werte wie Verständnis, Vernunftbegabung, Empathie sowie über Freiheit und Frieden sinnierten: „Frieden fängt in unserem Herzen an, Ein jeder braucht diesen inneren Drang, Nur so kommen wir voran, Wir glauben, heute ist der Anfang.“

Der abschließende Redebeitrag von Miriam Mirzaei und Elysia Woldeab, wie auch bei den vorherigen Reden zum Teil auf Englisch vorgetragen, war ein Appell für eine Welt ohne Rassismus, für den Frieden, und sie beendeten ihren Vortrag mit den Worten Martin Luther Kings: „Finsternis kann keine Finsternis vertreiben. Das gelingt nur dem Licht. Hass kann den Hass nicht austreiben. Das gelingt nur der Liebe.“

Der anschließende Trauerzug führte zu den Grabfeldern der Opfer des Krieges unter der Zivilbevölkerung und den Zwangsarbeitern sowie den Grabfeldern der Opfer der Euthanasie und der Konzentrationslager. Gemeindereferent Andreas Schuh vom Katholischen Dekanat Wiesbaden sprach dort weitere Worte des Mahnens, Erinnerns und Gedenkens.

ub

 

siehe auch:

Volkstrauertag Wiesbadener Kurier

Stadt Wiesbaden Volkstrauertag

Zurück

Besucher seit
01.03.2017:

77.475