Nachricht aus der Talentförderung

EHS-Volleyballerinnen mit guten Ergebnissen beim Bundesfinale in Berlin

EHS-Volleyballerinnen mit guten Ergebnissen beim Bundesfinale in Berlin

Die EHS war beim diesjährigen Bundesfinale vom 24. – 28.04.2018 mit zwei Mädchenteams in Berlin vertreten. Beide Teams fuhren voller Vorfreude und mit großen Erwartungen in die Bundeshauptstadt, um sich mit den jeweils besten 16 Schulteams aus ganz Deutschland zu messen.

Am Anreisetag wurde die Bundesfinalveranstaltung durch den obligatorischen Empfang in der hessischen Landesvertretung mit einem leckeren Abendessen eröffnet. Vorher konnten die Teams noch bei einem gemeinsamen Spaziergang mit den Volleyballjungs des Gymnasiums Taunusstein den Reichstag und das Brandenburger Tor besichtigen.

Am Mittwoch und Donnerstag fanden dann die Wettkämpfe statt. In der Endabrechnung belegten die von Coach Corts sowie Sarah Ganschow und Coach Knuth sowie Anna Koptyeva betreuten Teams Platz 6 bzw. Platz 11 – ein gutes Ergebnis, wenngleich für beide Mannschaften mit etwas Glück eine noch bessere Platzierung möglich gewesen wäre.

 

Wettkampfklasse II (Jahrgang 2001 – 2004)

Die WK II startete um 13:00 Uhr mit dem Spiel gegen das Saarland in den 1. Wettkampftag. Die EHS-Mädchen entpuppten sich dabei als kleine hessische „Aufschlagmonster“ und besiegten den Gegner locker mit 2:0 (25-18, 25-19).

Im zweiten Spiel des Tages begannen die Wiesbadenerinnen sehr nervös und konnten den unnötigen Respekt vor dem Gegner aus Niedersachsen leider erst viel zu spät ablegen. Die 0:2-Niederlage (16-25, 21-25) war damit nicht mehr abzuwenden.

Das abschließende Gruppenspiel gegen Sachsen sollte somit über Platz 2 und 3 in der Gruppe entscheiden. Coach Knuth fühlte sich während des Spiels an eine Achterbahnfahrt erinnert: Nach ganz starker Leistung wurde der 1. Satz gewonnen (25-23), im zweiten Abschnitt folgte dann aber leider der totale Einbruch (8-25). Im Ti-Break kämpften Fee Kube und Co zwar wieder, mussten nach dem 12-15 aber am Ende den Sachsen zum 2:1-Sieg gratulieren.

Als Gruppendritter wartete dann im letzten Spiel des Tages Sachsen-Anhalt im Überkreuzspiel um den Einzug ins Viertelfinale auf die Hessinnen. Auch hier schwankte die Leistung extrem, so dass die Mädels nach großem Kampf am Ende mit 1:2 (25-21, 21-25,13-15) verloren. Die Enttäuschung über das verpasste Viertelfinale war danach natürlich extrem groß.

„Und täglich grüßt das Murmeltier“, so könnte die Schlagzeile für das 1. Spiel am Mittwoch lauten. Denn die EHS-Mädels schafften es zum dritten Mal in Folge nicht, sich für eine bis dahin tolle Teamleistung zu belohnen. Trotz 1:0-Satzführung und 17:14 im 2. Durchgang standen die Hessinnen am Ende wieder mit leeren Händen da. Das 1:2 (25-10, 17-25, 13-15) gegen Schleswig-Holstein war eine bittere und unnötige Niederlage.

Mit ganz viel Wut im Bauch konnte das Knuth-Team im Spiel um Platz 11 sich endlich belohnen und Hamburg mit 2:0 (25-12, 25-13) besiegen.

„Wenn wir in den 3 knappen Spielen jeweils 2 Punkte mehr machen, können wir sogar ins Viertelfinale einziehen. Leider fehlte im entscheidenden Moment das nötige Vertrauen in die eigene Leistung, so dass sich die Mädels nicht selber belohnen konnten. Platz 11 ist aber trotzdem eine gute Leistung“, bilanziert Coach Knuth.

 

Wettkampfklasse III (Jahrgang 2003 – 2005)

Bereits um 5:00 Uhr klingelte am 1. Wettkampftag der Wecker und um 8:00 Uhr wurde die Auftaktpartie gegen NRW angepfiffen. Leider verschlief die EHS das Spiel komplett und konnte sich erst im zweiten Satz der Normalform annähern. Nach schwacher Leistung hieß es am Ende 0:2 (14-25, 23-25) gegen den späteren Bundessieger aus Loburg.

Im zweiten Spiel des Tages konnte Rheinland-Pfalz mit 2:0 (25-10, 25-21) besiegt werden. Erfreulicherweise konnten alle 8 Spielerinnen ihren Anteil zu diesem ungefährdeten Erfolg beigetragen haben.

Im abschließenden Vorrundenspiel zeigten die hessischen Löwinnen dann einen bärenstarken Auftritt gegen Berlin, das zuvor Loburg mit 2:1 geschlagen hatte. Nach starker Leistung gewann die EHS in einem hochklassigen Spiel mit 2:0 (25-23, 25-16) gegen Berlin und machte Loburg so zum Gruppensieger.

Als Zweitplatzierte der Gruppe B gelang im Überkreuzspiel um den Einzug ins Viertelfinale dann ein überzeugender und nie gefährdeter 2:0-Sieg (25-18, 25-18) gegen abwehrstarke Spielerinnen aus Sachsen-Anhalt.

Nach über 8 Stunden in der Halle hieß es nun, Ausrollen, Duschen, ab ins Hotel, Essen und ins Bett! Coach Corts wartete unterdessen gespannt auf die Auslosung der Viertelfinalbegegnungen, die der EHS mit der Sportschule Potsdam leider ein sehr schweres Los bescherte.

Das Spiel gegen Potsdam hätte eigentlich erst später im Turnierverlauf stattfinden sollen, denn beide Teams gehören zu den Top 4 des diesjährigen Turniers. Nach großem Kampf mussten sich die Wiesbadenerinnen in einem Spiel auf Topniveau leider mit 1:2 (22-25, 27-25, 11-15) geschlagen geben. Der Traum von der Medaille war geplatzt und dementsprechend groß war die Enttäuschung.

Doch nachdem die zahlreichen Tränen getrocknet waren, zeigten Zoé Fach und Co große Moral und besiegte das Sportgymnasium Dresden aus Sachsen mit 2:0 (25-20, 27-25).

Im abschließenden Spiel um Platz 5 gegen Niedersachsen setzte Coach Corts dann noch einmal alle 8 Spielerinnen ein und das Spiel ging denkbar knapp mit 1:2 (25-23, 22-25, 14-16) verloren.

„Wir haben im ganzen Turnier mit dem Auftaktspiel gegen NRW nur ein schlechtes Spiel gemacht und ansonsten sehr stark agiert. Leider war dieses Spiel der Knackpunkt und hat eine noch bessere Platzierung verhindert. Als Gruppensieger hätten wir sicher auch den Weg ins Halbfinale gemacht. Aber NRW war in dem Spiel einfach besser. Die Niederlage im letzten Spiel muss ich aufgrund der vielen Wechsel auf meine Kappe nehmen, aber die vier Ersatzspielerinnen haben sich den Einsatz durch ihr vorbildliches Verhalten während des Turniers verdient. Und ob wir am Ende Platz 5 oder 6 belegen, ist dann auch nicht mehr so wichtig. Die Mädels haben ein tolles Turnier gespielt und werden noch weitere Chancen haben, sich bei Deutschen Meisterschaften mit einer Medaille zu belohnen“, so das Fazit von Coach Corts.

Abschließend möchten sich beide Teams ganz herzlich beim Förderverein der Elly-Heuss-Schule für die finanzielle Unterstützung im Rahmen des Bundesfinals bedanken!

 

Für die EHS spielten:

WK II

Ronja Biberstein, Viola Braun, Elisa Klier, Fee Kube, Vivia Minor, Alina Müller, Diana Schumakow, Jula Neuendorf, Leah Schwerdtfeger und Lilli Weinheimer (Coach Corts und Anna Koptyeva)

WK III

Pauline Bietau, Liv Dahmen, Lara Erdmann, Chiara Escher, Zoé Fach, Annika Hopp, Jette Kleymann und Theresa Suck (Coach Corts und Sarah Ganschow)

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