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Sprachenförderung

Unter Sprach­för­de­rung ver­ste­hen wir an der Elly-Heuss-Schu­le nicht nur die För­de­rung von Fremd­spra­chen, son­dern gemäß unse­rem Schul­pro­gramm und dem Schulent­wicklungs­vorhaben “Mehr­spra­chig­keit auf der Grund­la­ge der Zwei­sprachigkeit Deutsch/Englisch” auch die För­de­rung der Spra­che Deutsch.

Fran­zö­sisch und Latein ste­hen bei den Fremd­sprachen gleich­be­rech­tigt neben Eng­lisch und Spa­nisch, auch wenn  Letz­te­re an unse­rer Schu­le eine beson­de­re Rol­le spie­len.

 

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Fremdsprachen

Bilingualer Unterricht Englisch

Train your brain — Warum bilingualer Unterricht besser ist

Was ist biligualer Unterricht

Der Begriff „bilin­gu­al“ wird ver­wen­det, wenn Sach­fä­cher — bei uns Erd­kun­de, Geschich­te und Poli­tik und Wirt­schaft und Bio­lo­gie — in eng­li­scher Spra­che unter­rich­tet wer­den. Bilin­gua­ler Unter­richt bedeu­tet dem­nach kon­kret, dass bei­spiels­wei­se Erd­kun­de in Eng­lisch als Arbeits­spra­che unter­rich­tet wird, kei­nes­falls han­delt es sich um Eng­lisch­un­ter­richt mit erd­kund­li­chen Inhal­ten. Die Leis­tungs­mes­sung rich­tet sich nach den Ansprü­chen der Sach­fä­cher: das heißt, bewer­tet wer­den pri­mär fach­li­che Leis­tun­gen und nicht sprach­li­che Rich­tig­keit.

Vorteile einer bilingualen Schullaufbahn

Ein Pro­blem des Fremd­spra­chen­er­werbs in Deutsch­land liegt dar­in, dass sich Eng­lisch­un­ter­richt auf drei oder vier Stun­den in der Woche beschränkt. Der Vor­zug eines bilin­gua­len Bil­dungs­gan­ges, in dem drei wei­te­re Fächer in eng­li­scher Spra­che statt­fin­den, liegt auf der Hand: die Schü­le­rin­nen und Schü­ler neh­men Eng­lisch als Fremd­spra­che metho­disch und sprach­lich bewuss­ter wahr und ler­nen sie somit nach­hal­ti­ger. Auch die Hemm­schwel­le Eng­lisch vor allen Din­gen als rei­nes Kom­mu­ni­ka­ti­ons­mit­tel fach­be­zo­gen zu benut­zen sinkt. Dadurch bie­ten sich mit einem bilin­gua­len Abschluss in vie­len Fäl­len ver­bes­ser­te Vor­aus­set­zun­gen für ein Stu­di­um und grö­ße­re beruf­li­che Chan­cen in einer zuneh­mend glo­ba­li­sier­ten Arbeits­welt.

 

Blingual bis zum Abitur — Das bilinguale Konzept an der EHS
1. Stufe

Der ver­stärk­te Eng­lisch­un­ter­richt in den Klas­sen 5 und 6 erfolgt, auf­bau­end auf die in der Grund­schu­le erwor­be­nen Fähig­kei­ten, für alle Klas­sen mit einer zusätz­li­chen Stun­de gegen­über der gül­ti­gen Stun­den­ta­fel für das Fach Eng­lisch. Hier wer­den die Grund­la­gen geschaf­fen für eine erfolg­rei­che Mit­ar­beit im bilin­gua­len Sach­fach­un­ter­richt ab der Klas­se 7.

 

2. Stufe

Sach­fach­un­ter­richt in der Mit­tel­stu­fe (Klas­se 7 – 10)

Der eigent­li­che bilin­gua­le Unter­richt setzt ab der Klas­se 7 mit eng­lisch­spra­chi­gem Sach­fach­un­ter­richt ein. Abwei­chend von der gym­na­sia­len Stun­den­ta­fel wer­den die bilin­gua­len Sach­fä­cher drei­stün­dig und nicht zwei­stün­dig unter­rich­tet.  So wird gewähr­leis­tet, dass die Zie­le des Fach­un­ter­richts unein­ge­schränkt erreicht wer­den kön­nen, auch wenn der Unter­richt auf Eng­lisch geführt wird. Zusätz­lich fin­det durch die Anwen­dung eines inter­nen Metho­den­cur­ri­cul­ums eine Ver­tie­fung metho­di­scher Kom­pe­ten­zen statt.

  • Klas­se 7:   Erd­kun­de
  • Klas­se 8:   Geschich­te
  • unter G8:  Klas­se 9 epo­chal Poli­tik & Wirt­schaft und Bio­lo­gie
  • unter G9:  Klas­se 9 Poli­tik & Wirt­schaft und Klas­se 10 Bio­lo­gie
 
3. Stufe

Ober­stu­fe und Abitur

Der bilin­gua­le Sachfach­unterricht wird drei­stün­dig statt regu­lär zwei­stün­dig erteilt.

Die Fort­set­zung der bilin­gua­len Lauf­bahn in der Ober­stu­fe kann zum bilin­gua­len Abitur füh­ren. Ab der Einführungs­phase der Ober­stu­fe kön­nen unse­re Schü­ler die Fächer Bio­lo­gie und/oder Erd­kun­de bilin­gu­al bele­gen. Bei bestimm­ten Kom­bi­na­tio­nen kann bis zu knapp einem Drit­tel des Oberstufen­unterrichts auf Eng­lisch statt­fin­den (z.B.: Leistungs­kurs Eng­lisch + Grund­kurs Bio­lo­gie bili + Gk Erd­kun­de bili = 10 Wochen­stun­den).

In bei­den Fächern kann eine bilin­gua­le Abitur­prüfung abge­legt wer­den, die geson­dert zer­ti­fi­ziert wird. Fin­det die­se bilin­gua­le Prü­fung im Fach Bio­lo­gie bei gleich­zei­ti­ger Bele­gung eines Eng­lisch-Leis­tungs­kur­ses statt, sind die Bedin­gun­gen für den Erwerb des vom Kul­tus­mi­nis­te­ri­um aus­ge­wie­se­nen Zer­ti­fi­kats „Hes­si­sches Inter­na­tio­na­les Abitur“ erfüllt.
Wegen der star­ken Beto­nung der Unterrichts­sprache Eng­lisch sowie des brei­ten Fremdsprachen­angebots wird die Elly-Heuss-Schu­le in zuneh­men­dem Maße von Schü­le­rin­nen und Schü­lern besucht, die nach Auslands­aufenthalten nach Deutsch­land zurück­keh­ren.

Spanisch als 2. Fremdsprache

Die Elly-Heuss-Schu­le bie­tet Spa­nisch als zwei­te Fremd­sprache alter­na­tiv zu Fran­zö­sisch und Latein an. Sie ist damit das ein­zi­ge Gym­na­si­um in Wies­ba­den, das die­se Sprachen­folge ermög­licht.

Vor der Wahl von Spa­nisch als 2. Fremd­spra­che emp­feh­len wir per­sön­li­che Beratungs­gespräche, da die Wahl von Spa­nisch spe­zi­fi­sche Aspek­te hat — z. B. im Fal­le eines Wohn­ort­wech­sels oder Abgang vom Gym­na­si­um.

Die Fort­füh­rung der Spra­che Spa­nisch bis zum Abitur ist zur Zeit gesi­chert.

In der Ein­füh­rungs­pha­se der Ober­stu­fe wird die Vor­be­rei­tung auf die spa­ni­sche Fremdsprachen­prüfung DELE als Pro­fil­kurs ange­bo­ten (nähe­re Infor­ma­tio­nen zu DELE beim Insti­tu­to Cer­van­tes, www.frankfurt.cervantes.es).

Schulspezifisches Leseförderkonzept

Das Lesen ist die grund­le­gen­de Kul­tur­tech­nik und hat eine Schlüs­sel­funk­ti­on nicht nur in der Schu­le. Durch Lesen ist es mög­lich, sich Infor­ma­tio­nen anzu­eig­nen, die für die Bewäl­ti­gung all­täg­li­cher Auf­ga­ben unab­kömm­lich sind. Je mehr die Lese­fer­tig­keit aus­ge­prägt ist, des­to höher ist der Level, auf dem die Sinn­ent­nah­me sowie die Ver­wer­tung der „erle­se­nen“ Infor­ma­tio­nen ablau­fen.
Kurz­um: Lesen gehört zum Leben und muss geför­dert wer­den!

Die Elly-Heuss-Schu­le ver­steht Lese­för­de­rung seit Jah­ren als fächer­über­grei­fen­de und -ver­bin­den­de Auf­ga­be, an der sich alle Fach­rich­tun­gen betei­li­gen, in denen Tex­te den Ver­ste­hens­pro­zess bestim­men.


Neben den im täg­li­chen Unter­richt statt­fin­den­den Maß­nah­men zur Lese­för­de­rung nutzt die Elly-Heuss-Schu­le zusätz­lich die Arbeit mit Koope­ra­ti­ons­part­nern wie Biblio­the­ken, Zei­tungs­agen­tu­ren und Buch­hand­lun­gen (So fin­den seit 10 Jah­ren regel­mä­ßig Buch­aus­stel­lun­gen für alle Jahr­gän­ge in der Aula statt), um den Schülern/innen auf unter­schied­li­chen Ebe­nen zahl­rei­che Mög­lich­kei­ten und Chan­cen auf­zu­zei­gen, sich mit ihrem Alter ange­mes­se­nen Tex­ten zu beschäf­ti­gen. Ein wei­te­rer Schwer­punkt besteht in der Kon­ti­nui­tät über die unter­schied­li­chen Jahr­gangs­stu­fen hin­weg, sodass die Lese­för­de­rung eine durch­ge­hen­de Maß­nah­me in allen Klas­sen 5–10 dar­stellt.


Dies geschieht mit Hil­fe ein­fa­cher oder kom­ple­xer Tests, durch lau­tes Vor­le­sen der Tex­te und Auf­ga­ben in allen Fächern und bei allen sich bie­ten­den Gele­gen­hei­ten, sowie Rück­mel­dun­gen an Eltern und Schüler/innen über die Lese­fer­tig­keit. Am Beginn der Schul­lauf­bahn an der Elly-Heuss-Schu­le steht daher eine Lern­stands­er­he­bung zur Lese­kom­pe­tenz. Im wei­te­ren Ver­lauf ist es dann von Bedeu­tung, die gewon­ne­nen Erkennt­nis­se in die Unter­richts­pla­nung und -gestal­tung zu inte­grie­ren, sowie im gesam­ten Schul­ver­lauf (Klas­se 5–10) die Lern­ent­wick­lung im Hin­blick auf die Lese­fer­tig­keit kon­ti­nu­ier­lich zu beob­ach­ten. Hilf­reich sind an die­ser Stel­le Doku­men­ta­tio­nen der Lese­fort­schrit­te bei­spiels­wei­se durch Lese­ta­ge­bü­cher, Buchvor­stellungen o.ä. Außer­dem muss die Moti­va­ti­on zum Lesen auf Sei­ten der Schü­ler stets im Blick und dau­er­haft auf einem ange­mes­se­nen Niveau gehal­ten wer­den, denn eine sinn­vol­le und wirk­sa­me Lese­för­de­rung erfor­dert den frei­wil­li­gen Griff zum Buch auf Sei­ten der Schü­le­rin­nen und Schü­ler. Auch für die­sen Bereich exis­tie­ren an der Elly-Heuss-Schu­le zahl­rei­che Über­le­gun­gen und Ange­bo­te, die im wei­te­ren Ver­lauf vor­ge­stellt wer­den sol­len.


Für die kon­kre­te Umset­zung einer Pra­xis der Lese­för­de­rung bie­ten sich in dem Fach Deutsch natür­lich lehr­plan­be­dingt die größ­ten Mög­lich­kei­ten, umfang­rei­che Maß­nah­men in den Unter­richt zu inte­grie­ren und grund­le­gen­de Lese­tech­ni­ken und -stra­te­gi­en zu ver­mit­teln, die dann in allen ande­ren Fächern vor­aus­ge­setzt, benutzt und geübt wer­den kön­nen. Die Fach­kon­fe­renz Deutsch hat daher für die ein­zel­nen Jahr­gangs­stu­fen bestimm­te Pro­jek­te und Unter­richts­in­hal­te als ver­bind­li­che Bau­stei­ne beschlos­sen, die alle­samt auf eine der jewei­li­gen Klas­sen­stu­fe ange­pass­te Lese­för­de­rung abzie­len. Zudem wird das Fach Ethik neben Reli­gi­on an der Elly-Heuss-Schu­le schon immer in allen Jahr­gän­gen ver­bind­lich unter­rich­tet. Dies bedeu­tet 2 Wochen­stun­den, in denen der Umgang mit Tex­ten im Mit­tel­punkt steht.

Kli­cken Sie bit­te auf eine der Über­schrif­ten, um Details zum Lese­för­der­kon­zept zu lesen.
Susan­ne Schildt
(Ver­ant­wort­li­che für den Bereich Lese­för­de­rung an der Elly-Heuss-Schu­le, Stand Janu­ar 2017)

Am Beginn der Schul­lauf­bahn an der Elly-Heuss-Schu­le steht in allen 5.Klassen ein stan­dar­di­sier­ter Lesekompetenztest(Auer-Verlag) zur Bestim­mung des Ist-Zustands, der bis zu den Herbst­fe­ri­en aus­ge­wer­tet ist (Durch­füh­rung ca. 5. Schul­wo­che). Die Ergeb­nis­se der Lern­stands­er­he­bung wer­den zeit­nah im Jahr­gangs­team der Deutschlehrer/innen und der Klassenlehrer/innen bespro­chen. Zudem erfolgt eine Rück­mel­dung an die Schüler/innen und Eltern, um Lern­de­fi­zi­ten früh­zei­tig ent­ge­gen­wir­ken zu kön­nen. Die indi­vi­du­el­le För­de­rung ist zunächst Auf­ga­be des Deutsch­leh­rers. Zu den inner­schu­li­schen Maß­nah­men gehört ein Klas­sen­leh­rer­nach­mit­tag, der u.a. für die Ver­mitt­lung von Lern­stra­te­gi­en (Ler­nen ler­nen) ver­wen­det wird. Für ein­zel­ne Schüler/innen mit gym­na­sia­ler Eig­nung fin­det zusätz­li­cher Deutsch­un­ter­richt (2 Wochen­stun­den) statt, bezahlt und durch­ge­führt wird die­se Maß­nah­me von der Mer­ka­tor­stif­tung. Für wei­te­re geziel­te und erfor­der­li­che För­der­maß­nah­men feh­len lei­der ent­spre­chen­de Stun­den­zu­wei­sun­gen.
In der fünf­ten und sechs­ten Jahr­gangs­stu­fe ste­hen die Ver­mitt­lung und das Ein­üben von Lesestra­te­gi­en im Vor­der­grund, die im wei­te­ren Schul­ver­lauf immer mehr ver­tieft und ver­fei­nert wer­den. Hier­zu gehö­ren das Glie­dern der Tex­te in Sinn­ab­schnit­te, das Fin­den tref­fen­der Über­schrif­ten, das Stel­len geziel­ter Fra­gen an den Text und die Klä­rung unbe­kann­ter Wör­ter und Begrif­fe, einer­seits aus dem Text­zu­sam­men­hang, ande­rer­seits durch Nach­schla­gen im Lexi­kon. Laut Fach­kon­fe­renz­be­schluss sol­len die Schüler/innen bis Weih­nach­ten Fol­gen­des gelernt haben:

  • 4-Schritt-Lese­me­tho­de anwen­den kön­nen :
  • Schlüs­sel­wör­ter in Sach­tex­ten und lite­ra­ri­schen Tex­ten fin­den und unter­strei­chen
  • Metho­de Mind­map (geord­net), bzw. Clus­ter (unge­ord­net)
  1. Über­flie­gen der Überschrift/ des Tex­tes: Wor­um geht es? Wor­um könn­te es gehen?
  2. Gründ­li­ches Lesen (Randmarkierungen/Verständnisfragen)
  3. Fra­gen an den Text stel­len (W-Fra­gen)
  4. Ein­tei­len in Sinn­ab­schnit­te, dazu Über­schrif­ten fin­den, zusam­men­fas­sen des Inhalts mit ein bis zwei Sät­zen

Erlernt wird dies in einer UE über Wale und Del­fi­ne. Die­se Methoden/Lesestrategien sol­len dann in allen Fächern und spä­te­ren Jahr­gän­gen vor­aus­ge­setzt, ange­wen­det und ver­tieft wer­den. Für die Jahr­gän­ge 6 und 7 fin­den sich ent­spre­chen­de Wie­der­ho­lungs­ein­hei­ten im Deutsch­buch, die sich jeweils für das ers­te Halb­jahr anbie­ten.
Zusätz­lich wird das Lesen und Ver­ste­hen von Dia­gram­men und der rich­ti­ge Umgang mit Schlüs­sel­wör­tern ein­ge­übt, wobei hier auch die natur­wis­sen­schaft­li­chen Fächer wie Bio­lo­gie und Mathe­ma­tik erheb­lich invol­viert sind.
Dar­über hin­aus fin­det eine Biblio­theks­füh­rung in der Wies­ba­de­ner Stadt­bi­blio­thek (dies ist einer der Koope­ra­ti­ons­part­ner) sowie min­des­tens eine Buch­aus­stel­lung der Buch­hand­lung Buch Habel in der Aula unse­rer Schu­le statt. Das Ziel die­ser Aktio­nen besteht immer dar­in, die Schü­ler zum Lesen zu moti­vie­ren, indem ihnen eine gro­ße Aus­wahl anspre­chen­der Bücher zur Ver­fü­gung gestellt wird und jede Klas­se eine Schul­stun­de zur Ver­fü­gung (bei der Buch­aus­stel­lung) hat, um in Ruhe dar­in zu stö­bern.
Um die­se Maß­nah­me im Unter­richt fort­zu­set­zen, wird mit Klas­sen­bi­blio­the­ken gear­bei­tet, die all­ge­mein, aber auch the­men­spe­zi­fisch ange­legt wer­den (z.B. Mär­chen als The­ma der 5. Klas­se). Beson­ders das sinn­ent­neh­men­de, beton­te, lau­te Vor­le­sen berei­tet den Kin­dern oft noch Schwie­rig­kei­ten und wird bei jeder sich bie­ten­den Gele­gen­heit geübt (und zwar nicht nur im Deutsch­un­ter­richt) und in spe­zi­el­len Vor­le­se­stun­den ver­tieft. Dane­ben gibt es regel­mä­ßig freie Lese­stun­den. Vor den Herbst­fe­ri­en fin­det eine Lese­trai­nings­wo­che rund ums Buch statt. Hier wer­den Lese­ge­wohn­hei­ten erfragt, lau­tes Vor­le­sen geübt, Buch­vor­stel­lun­gen vor­ge­tra­gen, Lieb­lings­bü­cher gewählt u.a. Die Durch­füh­rung erfolgt im Deutsch­un­ter­richt, ggf. wird ein Pro­jekt­tag ver­wen­det.
Um den Schü­lern zu demons­trie­ren, wie fes­selnd ein guter Lese­vor­trag sein kann und sie zusätz­lich in die­sem Bereich zu moti­vie­ren, fin­det für die fünf­ten Klas­sen am Vor­le­se­tag eine Ver­an­stal­tung in der Aula statt, unter Betei­li­gung älte­rer Schüler/innen und Lehrer/innen.
Dar­über hin­aus ist noch die jähr­li­che Teil­nah­me an der Akti­on der Stif­tung Lesen „Ich schenk dir eine Geschich­te“ zu nen­nen, deren dies­be­züg­li­che zahl­rei­che Lese­tipps, Aktio­nen und Ide­en für den Unter­richt genutzt wer­den.
In der sechs­ten Klas­se fin­det immer Anfang Dezem­ber der Vor­le­se­wett­be­werb statt, an dem der gesam­te Jahr­gang teil­nimmt. Die bes­ten Vorleser/innen wer­den mit Buch­prei­sen belohnt.

m Jahr­gang sie­ben fin­det eine zwei­te Lern­stands­er­he­bung statt. Wie­der­um wird mit einem stan­dar­di­sier­ten Test gear­bei­tet. Der Durch­füh­rungs­zeit­punkt liegt kurz vor den Herbst­fe­ri­en. (Wei­te­re Eva­lua­ti­on der Ergeb­nis­se sie­he Jahr­gang 5)
In den Jahr­gangs­stu­fen sie­ben und acht kom­men mit Phy­sik und Che­mie zwei wei­te­re natur­wis­sen­schaft­li­che Fächer hin­zu, in denen den Schü­le­rin­nen und Schü­lern ins­be­son­de­re der Umgang mit Sach­tex­ten abver­langt wird. Fächer­über­grei­fen­des Arbei­ten erfolgt hier bei­spiels­wei­se im Deutsch­un­ter­richt der Klas­se sie­ben, wenn es dar­um geht, Ver­suchs­be­schrei­bun­gen zunächst zu ver­ste­hen und anschlie­ßend mit den kor­rek­ten sprach­li­chen Mit­teln selbst anzu­fer­ti­gen. (Adver­bi­al­sät­ze)
In der Jahr­gangs­stu­fe acht neh­men alle Klas­sen an einem sechs­wö­chi­gen Zei­tungs­pro­jekt teil, wel­ches in Zusam­men­ar­beit mit dem Wies­ba­de­ner Kurier durch­ge­führt wird. Vie­len Schü­lern ist das Medi­um Tages­zei­tung als Infor­ma­ti­ons­quel­le für das täg­li­che Leben neu oder steht ihnen zu Hau­se nicht zur Ver­fü­gung. Mit einer kos­ten­lo­sen, täg­li­chen Lie­fe­rung über den gesam­ten genann­ten Zeit­raum erhält jede Schü­le­rin und jeder Schü­ler eine vor­ge­ge­be­ne Zeit, um sich die­sem Medi­um zu wid­men. Im Deutsch­un­ter­richt geht es dann u.a. um das Erken­nen und eigen­stän­di­ge Ver­fas­sen unter­schied­li­cher Text­sor­ten inner­halb der Zei­tung (Repor­ta­ge, Bericht, .…). Die­se wer­den teil­wei­se an den Wies­ba­de­ner Kurier wei­ter­ge­lei­tet und dar­in ver­öf­fent­licht, was eine enor­me Unter­stüt­zung der Unter­richts­mo­ti­va­ti­on bedeu­tet. Außer­dem soll mit den online zur Ver­fü­gung ste­hen­den Unter­richts­ma­te­ria­li­en die Lese­mo­ti­va­ti­on und -kom­pe­tenz zusätz­lich gestei­gert wer­den.
Die Ver­gleichs­ar­beit im Fach Deutsch hat an der Elly-Heuss-Schu­le das The­ma: Inhalts­an­ga­be zu einem Sach­text und fin­det im Dezem­ber statt. Dazu wer­den die Tech­ni­ken der Text­ana­ly­se wie­der­holt und dif­fe­ren­ziert.

In den Jahr­gangs­stu­fen neun und zehn geht es in ers­ter Linie dar­um, das Gelern­te zu ver­tie­fen und die Fähig­kei­ten im Umgang mit Tex­ten wei­ter zu ver­voll­komm­nen. Ein The­men­schwer­punkt ist hier im Fach Deutsch die inten­si­ve Bear­bei­tung län­ge­rer Sach­tex­te.

Das Cur­ri­cu­lum zur Lese­för­de­rung der Elly-Heuss-Schu­le sieht neben den genann­ten Aspek­ten zusätz­li­che jahr­gangs­über­grei­fen­de Maß­nah­men vor. Dazu gehö­ren Buch­vor­stel­lun­gen in allen Jahr­gangs­stu­fen, die gleich­zei­tig als Refer­at­trai­ning zu ver­ste­hen sind und nach zunächst münd­li­chem Vor­trag in den unte­ren Klas­sen spä­ter auch in schrift­li­cher Form ange­fer­tigt wer­den müs­sen.
Die für die Klas­sen­stu­fen fünf und sechs bereits ange­spro­che­ne Aus­stel­lung der Buch­hand­lung Buch Habel in den Räum­lich­kei­ten der Elly-Heuss-Schu­le wird auch für ande­re Jahr­gän­ge durch­ge­führt. Jede Klas­se erhält eine Schul­stun­de Zeit, in der sie sich über die aktu­el­len Titel auf dem Buch­markt infor­mie­ren und die­se anle­sen kann. Des Wei­te­ren haben die Schü­le­rin­nen und Schü­ler ab der Jahr­gangs­stu­fe 7 die Ver­pflich­tung, pro Halb­jahr eine bestimm­te (im Ver­lauf der Klas­sen­stu­fen stei­gen­de) Anzahl von Büchern neben dem Unter­richt eigen­ver­ant­wort­lich zu lesen und mit bestimm­ten Vor­ga­ben (z.B. schrift­li­che Doku­men­ta­ti­on) zu bear­bei­ten. Die Schüler/innen fer­ti­gen anschlie­ßend zum Bei­spiel ein Lese­ta­ge­buch an oder stel­len ihre hand­schrift­li­chen Doku­men­ta­tio­nen im Unter­richt vor, was für die Lehr­kraft eine wei­te­re Mög­lich­keit einer Lern­stands­er­he­bung im Bereich Lese­kom­pe­tenz bie­tet.

Der nächs­te Schritt wird eine brei­te­re Ver­an­ke­rung die­ses Kon­zepts in allen Fach­be­rei­chen sein, d.h. Infor­ma­ti­on aller Lehr­kräf­te, Auf­nah­me ins Schul­pro­gramm u.a.
Die stan­dar­di­sier­ten Lese­kom­pe­tenz­tests, die wir in den Jahr­gän­gen 5 und 7 ein­ge­setzt haben, sind nicht ganz zufrie­den stel­lend. Wir war­ten auf die neu­en hes­si­schen Lese­tests, die hof­fent­lich ohne gro­ßen Kopi­er- und Kor­rek­tur­auf­wand ein­zu­set­zen sind.
Um die Maß­nah­men zur Lese­för­de­rung wei­ter aus­zu­bau­en und das eigen­ver­ant­wort­li­che Lesen und Arbei­ten zusätz­lich anzu­re­gen, befin­det sich eine Schul­bi­blio­thek mit einer ange­mes­se­nen Zahl an Internet­arbeits­plätzen in der Pla­nung, damit auch in der Schu­le auf Lese­för­de­rung abzie­len­de Online-Ange­bo­te wie ANTOLIN bes­ser genutzt wer­den kön­nen.
Wir sind sehr an der Zusam­men­ar­beit mit Autoren, wie auch an Autoren­le­sun­gen inter­es­siert, bei Kos­ten­über­nah­me durch das Land.

LRS-Konzept der Elly-Heuss-Schule

Von der Diagnose zur Förderung

Definition:

Was heißt: „Der Schü­ler hat eine Lese-Recht­schreib-Schwä­che“?  
> Der Schü­ler hat beson­de­re Schwie­rig­kei­ten beim Erler­nen der Recht­schrei­bung
> LRS-Schü­ler machen vie­le und viel­fäl­ti­ge aber kei­ne ande­ren Schreib­feh­ler als ihre Mit­schü­ler

Das Problem

1. Der „her­kömm­li­che“ Recht­schrei­ber­werb in der Schu­le:
Schrei­ben lernt man durch Schrei­ben“ und „Spei­che­rung von Wort­bil­dern“ sind nicht für alle Schü­ler ange­mes­se­ne Metho­den zum Schrift­sprach­er­werb

2. „Das hört man doch!“ wird häu­fig fälsch­li­cher­wei­se von schrift­kun­di­gen Erwach­se­nen als Argu­ment für die Selbst­ver­ständ­lich­keit der Schreib­wei­se ange­bracht – dem ist aber nicht so!!!

Unser Förderansatz

  • Beherr­schung der deut­schen Recht­schrei­bung durch regel­ge­lei­te­tes, sys­te­ma­ti­sches Recht­schreib­trai­ning
  • Den Schü­lern soll die Selbst­si­cher­heit ver­mit­telt wer­den, dass jeder Lesen und Schrei­ben ler­nen kann, dass Lesen und Schrei­ben erlern­ba­re Kom­pe­ten­zen  sind
  • Die Ent­wick­lung  und das Selbst­kon­zept der Schü­ler soll durch die LRS nicht nega­tiv beein­träch­tigt wer­den