Spanisch-Exkursion der Q‑Phase nach Frankfurt – viaje en el tiempo a la dictadura

Die Spa­nisch-Leis­tungs­kur­se Q2 und Q4 unter­nah­men am 18. März gemein­sam mit dem Grund­kurs Q2 und ihren Leh­re­rin­nen eine Exkur­si­on nach Frankfurt. 

Ziel war das Insti­tu­to Cer­van­tes, wo die Schü­le­rin­nen und Schü­ler die Aus­stel­lung „Feri­en unter Fran­co“ besuch­ten. Die Aus­stel­lung bot span­nen­de Ein­bli­cke in die Zeit der Dik­ta­tur Fran­cis­co Fran­cos und zeig­te ein­drucks­voll, wie das Regime die Gesell­schaft, den All­tag und den immer bedeut­sa­mer wer­den­den Tou­ris­mus im Land präg­ten. Die­se Säu­le der Wirt­schafts­po­li­tik soll­te das Land unter dem unver­fäng­li­chen Wer­be­slo­gan Espa­ña es dife­ren­te in den 60er/70er Jah­ren aus Armut und Iso­la­ti­on füh­ren. Die spa­nisch­spra­chi­ge Füh­rung des Insti­tuts­di­rek­tors Dr. Fer­rán Fer­ran­do Melià bot einen sehr anschau­li­chen Zugang zu den Exponaten.

Im Anschluss sah die Grup­pe das spa­nisch-/ka­ta­la­nisch­spra­chi­ge Dra­ma El maes­tro que pro­me­tió el mar, das mit lei­sen Tönen von einem fein­füh­li­gen Päd­ago­gen erzählt, der als eines von vie­len Opfern den Gräu­el­ta­ten des Spa­ni­schen Bür­ger­kriegs und des auto­ri­tä­ren Fran­qu­is­mus‘ zum Opfer fällt. Das bewe­gen­de Schick­sal des jun­gen Repu­bli­ka­ners fügt sich in einen zwei­ten Hand­lungs­strang ein, der das Schwei­gen von Tätern und Opfern the­ma­ti­siert, wel­ches bis heu­te die drit­te und vier­te Gene­ra­ti­on Spa­ni­ens belas­tet. Der Film ver­mit­tel­te, beweg­te, ging ans Herz.

Die Exkur­si­on nach Frank­furt ver­band Geschich­te, Kul­tur und Spra­che und stell­te eine wert­vol­le Ergän­zung zum Unter­richt dar.

 

Bericht: Judith van Issum