Spanienaustausch 2026

Auch in die­sem Jahr hat­ten wir zum zwei­ten Mal die Gele­gen­heit, nach Val­de­mo­ro in der Nähe von Madrid auf­zu­bre­chen. 31 Schü­le­rin­nen und Schü­ler sowie drei Leh­re­rin­nen ver­brach­ten eine ereig­nis­rei­che Woche in Gast­fa­mi­li­en oder in einem Hos­tel. Der Aus­tausch fand vom 15. bis zum 22. April statt. 

Die Bedin­gun­gen waren toll: Die gan­ze Woche über konn­te viel Zeit drau­ßen ver­bracht wer­den, sodass es sich schon wie Som­mer anfühl­te. Am ers­ten Tag tra­ten wir die Rei­se gemein­sam vom Wies­ba­de­ner Haupt­bahn­hof aus an. Von dort aus ging es zum Frank­fur­ter Flug­ha­fen. Alle waren schon auf­ge­regt, ihre Part­ne­rin­nen und Part­ner end­lich per­sön­lich ken­nen­zu­ler­nen. Zwar hat­ten alle bereits im Vor­feld mit­ein­an­der kom­mu­ni­ziert (über Whats­app, Snap­chat etc.), aber das per­sön­li­che Ken­nen­ler­nen ist den­noch eine ganz ande­re Sache. Am Flug­ha­fen in Madrid wur­de unse­re Grup­pe schon vom Bus­fah­rer in Emp­fang genom­men, der uns zügig nach Val­de­mo­ro brach­te. Vor Ort wur­den wir von den Leh­re­rin­nen und Schü­lern freu­dig in Emp­fang genom­men. Den ers­ten Abend lie­ßen wir mit einem gemein­sa­men Tapa­ses­sen aus­klin­gen, bei dem wir typi­sche Gerich­te wie „Pata­tas Bra­vas“, „Tor­til­la“, „Pimi­ent­os de Padrón“ oder  „Cro­que­tas“ pro­bier­ten. Am nächs­ten Tag reis­ten wir mit der gan­zen Grup­pe nach Tole­do, dort nah­men wir an einer Stadt­füh­rung teil und ent­deck­ten vie­le schö­ne Ecken. Wir erfuh­ren außer­dem, dass die Stadt maß­geb­lich von Chris­ten, Mus­li­men und Juden geprägt wur­de. Frei­tags und auch mon­tags hat­ten alle die Mög­lich­keit, den Tag in der spa­ni­schen Schu­le zu ver­brin­gen. Es war für alle inter­es­sant, Unter­schie­de zwi­schen der Elly und unse­rer Part­ner­schu­le, dem Cole­gio Helicón, zu ent­de­cken: Da es sich um eine Pri­vat­schu­le han­delt, tra­gen die Schü­le­rin­nen und Schü­ler dort bis zur 10. Klas­se eine Schul­uni­form. Außer­dem geht der Unter­richt dort immer bis zum Nach­mit­tag. Vie­le waren zudem erstaunt dar­über, dass die Lehr­kräf­te in Spa­ni­en von den Schü­le­rin­nen und Schü­lern geduzt wer­den. Mon­tags kamen wir sogar in den Genuss eines Früh­stücks, das die Schu­le für alle bereit­stell­te. In der Cafe­te­ria durf­te sich jeder ein beleg­tes Bröt­chen und ein Getränk aus­su­chen. Frei­tags­abends gin­gen wir mit eini­gen Schü­le­rin­nen und Schü­lern ins Kino und schau­ten uns die Komö­die „La fami­lia Bene­ton 2“ an. Das Wochen­en­de wur­de von eini­gen inner­halb der Fami­lie ver­bracht und man unter­nahm mit der Gast­fa­mi­lie tol­le Aus­flü­ge. Es gab aber auch von unse­rer Sei­te ein Pro­gramm, vor allem für die­je­ni­gen, die im Hos­tel waren. Am Sams­tag mach­ten wir einen Aus­flug nach Alcalá de Hena­res, eine klei­ne Stadt in der Nähe von Madrid. Sie ist die Geburts­stadt des bedeu­ten­den Schrift­stel­lers Miguel de Cer­van­tes, „Don Qui­jo­te“ ist ja jedem ein Begriff. Sonn­tags bra­chen wir schon früh nach Madrid auf. Dort bum­mel­ten wir über den Floh­markt Ras­tro, einen sehr bekann­ten Markt, der jeden Son­tag statt­fin­det. Dort kauf­ten vie­le klei­ne Sou­ve­nirs und Mit­bring­sel. Danach besuch­ten wir das Kunst­mu­se­um „El Pra­do“ und bestaun­ten die tol­len Gemäl­de dort. Anschlie­ßend genos­sen wir den Tag bei einem Shop­ping­bum­mel durch die Stra­ßen in der Nähe der Gran Vía. Zum Abschluss bestaun­ten wir die Aus­sicht auf Madrid vom Dach des Cor­te Inglés. Am Mon­tag, nach einem lan­gen Schul­tag, gin­gen wir abends zum Bow­ling und spiel­ten dort zwei Par­tien. Am Diens­tag fuh­ren wir noch­mals mit allen nach Madrid, dort ent­deck­ten wir bei einem Stadt­rund­gang noch­mals die wich­tigs­ten Ecken und Sehens­wür­dig­kei­ten von Madrid, wie bei­spiels­wei­se den Pala­cio Real, den Pla­za Mayor oder die Puer­ta del Sol. Da die Stadt­füh­re­rin sehr deut­lich sprach, konn­ten die meis­ten Schü­le­rin­nen und Schü­ler vie­le inter­es­san­te Din­ge über Madrid ler­nen. Wir tra­fen uns nach­mit­tags wie­der in der Nähe des Par­que del Reti­ro und mach­ten uns auf den Heim­weg. Am letz­ten Tag aßen wir zum Abschluss vor unse­rem Rück­flug noch mit allen gemein­sam „Chur­ros con Cho­co­la­te“, was vie­len sehr gut schmeckte. 

Der Abschied fiel den meis­ten sehr schwer und es flos­sen eini­ge Trä­nen. Abends kamen wir nach der Heim­rei­se müde, aber sehr glück­lich zu Hau­se an. Es war eine wun­der­ba­re Woche vol­ler Aben­teu­er, Lie­bes­brie­fe, neu­er Freund­schaf­ten und tol­ler Erin­ne­run­gen. Eini­ge wur­den sogar von ihren Aus­tausch­part­nern für die Som­mer­fe­ri­en nach Spa­ni­en ein­ge­la­den. Eines steht jetzt schon fest: Spä­tes­tens nächs­tes Jahr kom­men wir wie­der! ¡Has­ta luego!

Lara Kla­sen, Karo­lin Kling und Cathe­ri­ne Petersen