Bienvenue à Wiesbaden! – Besuch aus der Bretagne

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Zehn erleb­nis­rei­che Tage ver­brach­ten 35 fran­zö­si­sche Aus­tausch­schü­le­rin­nen und ‑schü­ler vom 23. Sep­tem­ber bis zum 2. Okto­ber 2 bei ihren Wies­ba­de­ner Aus­tausch­part­nern und Gast­fa­mi­li­en. Die Jugend­li­chen unse­rer Part­ner­schu­len Col­lè­ge Léo­nard de Vin­ci (Saint-Brieuc) und Col­lè­ge Charles de Gaul­le (Hil­li­on) hat­ten bereits im Juni Kon­takt zu ihren deut­schen cor­res auf­ge­nom­men und konn­ten sich nun end­lich per­sön­lich kennenlernen.

Auf dem abwechs­lungs­rei­chen Pro­gramm stan­den neben der Teil­nah­me am Unter­richt zahl­rei­che Aus­flü­ge und Füh­run­gen. So erkun­de­ten die fran­zö­si­schen Gäs­te die geheim­nis­vol­len Main­zer Unter­wel­ten, besuch­ten das Deut­sche Film­mu­se­um in Frank­furt und lern­ten bei einem Stadt­rund­gang die Frank­fur­ter Alt­stadt ken­nen. Bei einer Stadt­ral­lye gin­gen die Jugend­li­chen auf Ent­de­ckungs­tour durch Wies­ba­den und konn­ten im Hes­si­schen Land­tag einen Blick hin­ter die Kulis­sen der Lan­des­po­li­tik werfen.

 

Ein beson­de­rer Schwer­punkt lag auf dem gemein­sa­men Pro­jekt­tag zum The­ma „ Kli­schees, Ste­reo­ty­pe und Wirk­lich­keit“. Nach der Begrü­ßung durch Schul­lei­ter Herrn Ben­der setz­ten sich die Jugend­li­chen bei einem zwei­spra­chi­gen Gal­lery Walk mit typi­schen Vor­stel­lun­gen über Deutsch­land und Frank­reich aus­ein­an­der. Ist Pünkt­lich­keit wirk­lich nur typisch deutsch? Gehö­ren aus­ge­dehn­te Mahl­zei­ten und Café­be­su­che zum fran­zö­si­schen Lebens­ge­fühl? Und wie unter­schied­lich sind die Lebens­wel­ten deut­scher und fran­zö­si­scher Jugend­li­cher über­haupt? An 16 Sta­tio­nen wur­den sol­che Vor­stel­lun­gen dis­ku­tiert, hin­ter­fragt und mit eige­nen Erfah­run­gen verglichen.

 

Anschlie­ßend ging es an die krea­ti­ve Umset­zung: In deutsch-fran­zö­si­schen Zwei­er- oder Vie­rer­grup­pen dreh­ten die Jugend­li­chen kur­ze Vide­os zum The­ma Kli­schees und Vor­ur­tei­le. In selbst ent­wi­ckel­ten Sze­nen soll­ten sie ein Ste­reo­typ auf­grei­fen und durch eine über­ra­schen­de Wen­dung hin­ter­fra­gen oder auf­lö­sen – auf Deutsch, Fran­zö­sisch oder in bei­den Spra­chen. Die ent­stan­de­nen Fil­me wer­den beim Gegen­be­such in der Bre­ta­gne im April 2027 prä­sen­tiert und die bes­ten Bei­trä­ge prämiert.

 

Ein gemein­sa­mer Aus­flug führ­te die deut­schen und fran­zö­si­schen cor­res mit dem Dop­pel­de­cker­bus zum Mathe­ma­ti­kum in Gie­ßen, wo mathe­ma­ti­sche Phä­no­me­ne auf spie­le­ri­sche Wei­se erforscht wer­den konn­ten. Anschlie­ßend blieb noch Zeit für einen Bum­mel durch die male­ri­sche Alt­stadt von Idstein.

 

Ein beson­de­res High­light war der gemein­sa­me Sport­vor­mit­tag im Schier­stei­ner Hafen: Unter fach­kun­di­ger Anlei­tung der Ruder­leh­rer Herrn Berz und Herrn Schrei­ber sowie mit tat­kräf­ti­ger Unter­stüt­zung eini­ger Schü­le­rin­nen und Schü­ler aus der Ruder-AG wag­ten sich die Jugend­li­chen in Ruder­boo­te und Kanus. Hier waren Team­geist, Geschick­lich­keit und gegen­sei­ti­ge Ver­stän­di­gung gefragt – ganz gleich, in wel­cher Sprache!

 

Ein wei­te­rer Aus­flug führ­te die fran­zö­si­schen Gäs­te in den Rhein­gau. Von Rüdes­heim aus wan­der­ten sie zum Nie­der­wald­denk­mal, wo ein Pick­nick im Pavil­lon mit herr­li­chem Blick auf den Rhein für eine wohl­ver­dien­te Pau­se sorg­te. Anschlie­ßend ging es mit der Seil­bahn zurück in die Rüdes­hei­mer Altstadt.

 

Am Wochen­en­de über­nah­men die Gast­fa­mi­li­en die Pro­gramm­ge­stal­tung und unter­nah­men mit ihren fran­zö­si­schen Gäs­ten zahl­rei­che indi­vi­du­el­le Akti­vi­tä­ten. So blieb neben dem offi­zi­el­len Pro­gramm viel Zeit, den deut­schen Fami­li­en­all­tag ken­nen­zu­ler­nen und gemein­sa­me Inter­es­sen zu entdecken.

 

Nach zehn ereig­nis­rei­chen Tagen hieß es am 2. Okto­ber schließ­lich „Au revoir et à bien­tôt en avril 2027!”

 

Ein herz­li­ches Dan­ke­schön gilt allen Gast­fa­mi­li­en für ihre Gast­freund­schaft sowie den betei­lig­ten Lehr­kräf­ten für ihre Unter­stüt­zung und ihr Enga­ge­ment. Wir freu­en uns schon auf das Wie­der­se­hen in der Bre­ta­gne im April 2027!

 

 

 

F. Rich­ter Vega